Steuerklassen

Hier erhalten Sie Infos zu den Steuerklassen 1, 2, 3, 4, 5 und 6 mit einem kostenlosen online Rechner zur Ermittlung der steuerlichen Abzüge.


 Steuerklassenvergleich
 
Brutto Bruttogehalt 
  Geburtsjahrgang
Arbeitsstätte Bundesland Arbeitsstätte
  Kinderfreib. Kinderfreibeträge
Kirchensteuer Kirchensteuersatz
  Elternteil bzw. < 23 J
Lohn pro Lohnzahlungszeitraum
Jahres-Freibetrag
SV-Beitragsgruppe
Krankenvers. Krankenversicherung
KV-Beitrag KV-Beitragssatz
KV-Zusatzbeitr. KV-Zusatzbeitrag
AV Arbeitslosenversicherung
Rentenvers. Rentenversicherung


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In Deutschland werden Arbeitnehmer entsprechend ihrer persönlichen Verhältnisse in die Steuerklassen I, II, III, IV, V und VI eingeteilt ( § 38b EStG ). Bei der Gehaltsabrechnung spielt die Steuerklasse des Arbeitnehmers neben der Höhe des Gehalts des Arbeitnehmers und weiteren Faktoren eine wichtige Rolle. Die vom Arbeitgeber einzubehaltenden Lohnsteuer lässt sich mit dem Lohnsteuerrechner auf dieser Seite berechnen oder kann aus einer Lohnsteuertabelle abgelesen werden. Je nach Steuerklasse werden bei der Berechnung der Lohnsteuer der Splittingtarif bzw. Grundtarif sowie unterschiedliche Steuerfreibeträge berücksichtigt. Welche Steuerklasse für Rentner, Studenten, Verheiratete oder bei Trennung gewählt werden kann, wird nachfolgend einführend erläutert.



   

Steuerklassenübersicht

Unter den nachfolgenden Links sind Erläuterungen zu finden, welche Lohnsteuerklasse für Arbeitnehmer jeweils in Frage kommt. Zudem lässt sich auf jeder Seite die Steuerbelastung in der jeweiligen Steuerklasse mit einem entsprechenden Steuerrechner berechnen.

Steuerklasse 1 für Alleinstehende
Steuerklasse 2 für Alleinerziehende
Steuerklasse 3 für Verheiratete
Steuerklasse 4 für Verheiratete ggf. mit Faktor
Steuerklasse 5 für Verheiratete
Steuerklasse 6 für das 2. Dienstverhältnis



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Steuerklassenvergleich vornehmen

Mit der Online-Steuerklassenberechnung auf dieser Seite können Nettogehalt oder Bruttogehalt für jede Steuerklasse parallel berechnet werden. Die steuerlichen Abzüge in den jeweiligen Steuerklassen lassen sich auch auf den entsprechenden Unterseiten ermitteln. Für die Ergebnisse wird keine Gewähr übernommen.

   

Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung

Unter gewissen Voraussetzungen und bei bestimmten Steuerklassen besteht eine Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung. Eine Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung besteht z.B. wenn die Verheiratete Lohn bezogen und die Steuerklassen 3 bzw. 5 haben ( § 46 Abs. 2 Nr. 3a EStG ) sowie bei der Steuerklasse 4 mit Faktorverfahren. Die je nach Lohnsteuerklasse einbehaltene Lohnsteuer wird bei Abgabe einer Steuererklärung und Steuerfestsetzung durch das Finanzamt auf die Einkommensteuer angerechnet. Zur Berechnung der Einkommensteuer gibt es im Internet kostenlose Einkommensteuerrechner oder entsprechende Steuertabellen.



   

Steuerklassenwechsel

Wie auf den Unterseiten über die jeweilige Steuerklasse beschrieben, können Ehegatten zwischen den Steuerklassenkombinationen 3/5, 5/3, 4/4 sowie 4/4 mit Faktor wählen ( § 39 (6) EStG ). Mit einem Steuerklassen-Rechner für Verheiratete kann die Beste Steuerklasse für Ehegatten sowie der Faktor für das Faktorverfahren bei den Steuerklassen 4/4 berechnet werden. Weitere Informationen hierzu lassen sich auch dem Merkblatt zur Steuerklassenwahl 2019 entnehmen.

Direkt nach der Heirat wird den Ehegatten die Steuerklassenkombination 4/4 ohne Faktor zugewiesen. Die Meldebehörden verständigen dabei die Finanzbehörde über die ELStAM-Datenbank (ELStAM=Elektronischen LohnSteuerAbzugsMerkmale), wodurch standardmäßig eine Einordnung in die Steuerklassen 4/4 erfolgt. Für die weiteren möglichen Steuerklassenkombinationen ist beim zuständigen Finanzamt ein Antrag auf Steuerklassenänderung zu stellen. Bei der Klassenkombination 4/4 mit Faktor muss der Faktor jedes Jahr neu beantragt werden. Wegen der Anwendung des Splittingtarifs beim Faktorverfahren ist die Lohnsteuer hier in der Regel geringer als bei den Steuerklassen 4/4 ohne Faktor. Allerdings besteht für diese Auswahl die Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung.

Die Lohn-Steuerklasse darf in der Regel nur einmal innerhalb eines Jahres gewechselt werden. Zusätzlich dürfen Verheiratete die Steuerklasse aber ändern, wenn ein Ehepartner nicht mehr steuerpflichtig beschäftigt ist oder nach Arbeitslosigkeit eine neue Beschäftigung begonnen wird oder, falls eine dauernde Trennung vom Ehegatten vorliegt. Die Frist für den Änderungsantrag im laufenden Jahr ist der 30. November.

Auswirkungen der Steuerklassenänderung
Der Steuerklassenwechsel wird erst für den auf die Antragstellung folgenden Monat wirksam. Eine Verpflichtung zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung besteht, falls beide Ehegatten Arbeitsentgelt erhalten haben und zudem die Steuerklassen III/V oder IV/IV mit Faktor gewählt haben. Die einbehaltene Lohnsteuer wird in diesem Fall vom Finanzamt auf die festgesetzte Einkommensteuer angerechnet. Die Steuerklassenwahl hat außerdem Auswirkungen auf eventuell Lohnersatzleistungen.

Wechsel für Alleinstehende in die Klasse 2
Alleinstehende können von der Steuerklasse I in die Steuerklasse II wechseln. wenn zu ihrem Haushalt ein Kind gehört, für welches ein Anspruch auf Kindergeld besteht. Der Nettolohn erhöht sich gegenüber der Steuerklasse I, da zusätzlich ein Entlastungsbetrag für Alleinstehende in Höhe von 1.908 Euro berücksichtigt wird. Vor 2015 betrug dieser 1.308 Euro. Alleinstehende müssen für den Steuerklassenwechsel die Versicherung zum Entlastungsbetrag beim Finanzamt abgeben. Der Arbeitgeber erfährt von der Steuerklassenänderung über die ELStAM-Datenbank. Weitere Einzelheiten finden Sie auf dieser Seite zur Steuerklasse II.



   

Außersteuerliche Aspekte

Ehegatten, die etwa die Wahl zwischen den Steuerklassen 3/5 oder 4/4 haben, sollten auch bedenken, dass zahlreiche Lohnersatzleistungen vom Nettolohn und damit von der Wahl der Lohnsteuerklassen abhängen. Zu nennen sind hier etwa Krankengeld, Arbeitslosengeld, bzw. Arbeitslosenhilfe, Unterhaltsgeld, Verletztengeld oder Mutterschaftsgeld und Elterngeld. Arbeitnehmer in der Steuerklasse 5 wären hier deutlich benachteiligt gegenüber Arbeitnehmern in der Steuerklasse 3 und 4. In einem Fall, bei dem es um einen Steuerklassenwechsel im Hinblick auf die Höhe des Elterngeldes ging, hatte das Bundessozialgericht entschieden, dass hierbei kein Rechtsmissbrauch vorgelegen haben soll.

Ob ein Wechsel der Steuerklassen wirklich den erwünschten Effekt hat, muss aber im Einzelfall auf Basis der aktuellen Gesetze geprüft werden. Um keine Überraschungen erleben zu müssen,sollten Sie sich daher zu einem möglichen Wechsel von einem Experten beraten lassen.



   



   




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